Geistes- und Sozialwissenschaften

Die Forschung in den Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften besitzt in Deutschland eine lange Tradition von Weltruf. Vom Bundesforschungsministerium wird sie entschieden gestärkt und auf aktuelle Anforderungen ausgerichtet.

Bewahrung des kulturellen Erbes: Geisteswissenschaften liefern einen unverzichtbaren Beitrag für das Verständnis der gesellschaftlichen Gegenwart in Deutschland, Europa und auf der Welt. © thinkstock

Die Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften liefern eine Fülle an Wissen über kulturelle, wirtschaftliche und soziale Entwicklungen sowie über soziale Strukturen. Sie schaffen damit wichtige Grundlagen für Entscheidungen über aktuelle Probleme und Herausforderungen. Ihre Arbeit wird erleichtert, wenn vorhandene Daten besser verfügbar sind. Ihre Aussagekraft wird erhöht, wenn sie stärker disziplinübergreifend zusammenarbeiten. Ihre Wirkung wird größer, wenn ihr Praxisbezug und ihre internationale Rolle verstärkt werden.

Rahmenprogramm Geisteswissenschaften

Um die Forschung in den Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften auch im wachsenden internationalen Wettbewerb weiter zu stärken und auf aktuelle Anforderungen auszurichten, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ein Rahmenprogramm „Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften“ (2012 - 2017) aufgelegt, das die Schwerpunkte und Ziele der Forschungsförderung festlegt. Es schafft damit neue Freiräume für Forscherinnen und Forscher sowie den wissenschaftlichen Nachwuchs. Mit dem Rahmenprogramm sollen deutsche Einrichtungen so attraktiv werden, dass sie für die besten ausländischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler interessant sind. Mit international arbeitenden Kollegs und Zentren für Geistes- und Sozialwissenschaften, wie den Käte Hamburger Kollegs, den Geisteswissenschaftlichen Zentren in Berlin und Leipzig oder dem Wissenschaftskolleg zu Berlin bestehen bereits gute Voraussetzungen, um im globalen Wettbewerb um Spitzenforscherinnen und -forscher erfolgreich zu sein.

Evaluation

Eine hochrangige, unabhängige Expertengruppe um Professor Otfried Jarren von der Universität Zürich hat das Rahmenprogramm ein Jahr lang evaluiert. Ziel war es, die Wirksamkeit und Umsetzung des Rahmenprogramms sowie die Passgenauigkeit der Förderinstrumente zu überprüfen. Besonders positiv wurde bewertet, dass das Rahmenprogramm interdisziplinär angelegte thematische Schwerpunkte gesetzt, die wissenschaftliche Communities gestärkt sowie die  Internationalisierung der Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften vorangetrieben hat.

Projektförderung und institutionelle Förderung

Um die Forschungslandschaft zu stärken, nutzt das BMBF zum einen das Mittel der Projektförderung. Gezielte Projektförderung kann schnell auf Anforderungen der Gesellschaft und aktuelle Themen, zum Beispiel auf Empfehlungen des Wissenschaftsrates reagieren, und sie kann nachhaltige Impulse setzen.

Zum anderen setzt das BMBF auf die langfristig ausgerichtete institutionelle Förderung. Forschungseinrichtungen, die vom BMBF gemeinsam mit den Ländern auf dem Gebiet der Sozial- und Geisteswissenschaften gefördert werden, sind:

sowie die acht Forschungsmuseen

Außerdem werden fünf weitere Einrichtungen institutionell gefördert: