Geschmackserlebnisse auf höchstem Niveau, wie sie durch Milchtechnologinnen oder Milchtechnologen heute nicht mehr nur in traditioneller Herstellung mit der Käseschaufel in der Hand erschaffen werden, wären ohne das praktische und theoretische Rüstzeug einer dualen Berufsausbildung undenkbar. Auch in diesen Beruf haben technische Entwicklungen längst Einzug gehalten. Neue digitale Möglichkeiten verändern nicht nur klassische Berufsbilder, sie tragen auch zur Schaffung vollkommen neuer Ausbildungsberufe bei, beispielsweise dem Berufsbild der Gestalterinnen und Gestalter für immersive Medien. Diese arbeiten an der Erstellung und Gestaltung von Anwendungen mit immersiven Technologien wie Virtual oder Augmented Reality.
Bewährtes besser machen und an neue Entwicklungen anpassen
Das System der dualen Berufsausbildung mit seiner Kombination aus theoretisch erlerntem Wissen und praktischem Können ist nach wie vor weltweit beispielgebendes Vorbild. Die deutsche Berufsbildung ist ein Erfolgsfaktor und Anker wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Entwicklungen und Ausgangspunkt erfolgreicher Berufskarrieren. Die duale Ausbildung bzw. die Ausbildungsordnungen werden angesichts sich stetig verändernder Berufsbilder, technologischer Entwicklungen oder sich wandelnder Bedarfe der Arbeitswelt fortentwickelt. Das Berufsbildungsgesetz ist dabei das bewährte und stabile Fundament der beruflichen Bildung in Deutschland. Das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz ist ein attraktives und erfolgreiches Förderangebot für den beruflichen Aufstieg. Beide werden durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung regelmäßig an aktuelle Herausforderungen angepasst. So wurden 2020 in der Fortbildung die Bezeichnungen „Bachelor Professional“ und „Master Professional“ eingeführt, um die Gleichwertigkeit zur akademischen Bildung sichtbar zu machen.
Um die Attraktivität einer dualen Berufsausbildung für junge Menschen zu erhöhen, wurde im Dezember 2022 die „Exzellenzinitiative Berufliche Bildung" auf den Weg gebracht. Schwerpunkte der Initiative liegen auf der Förderung individueller Chancen etwa durch den Ausbau des Aufstiegs- und Weiterbildungsstipendiums, der Unterstützung innovativer und exzellenter Berufsbildungsangebote und Maßnahmen zur Verbesserung der internationalen Sichtbarkeit und Mobilität in der beruflichen Bildung. Für die Initiative plant das Bundesministerium für Bildung und Forschung bis 2026 insgesamt rund 750 Millionen Euro ein.